Krampfaderleiden | Chirurgische Praxisklinik Landshut |

Krampfaderleiden/Phlebologie

Als Krampfadern (Varizen) werden im allgemeinen optisch störende vergrößerte bläuliche Adern (Venen) an den Beinen bezeichnet. Allerdings ist sind diese Varizen oft nur das sichtbare Zeichen eines tieferliegenden Venenleidens. 

Aufgabe gesunder Venen ist die Ableitung des über die Arterien in das Bein fließende Blut zurück zum Herzen. Da das Blut an den Beinen entgegen der Schwerkraft nach oben gepumpt werden muss, besitzen gesunde Venen Ventile (Venenklappen), die verhindern, dass das Blut nach jedem Herzschlag wieder zurück ins Bein fließt. 

Bei Patienten mit einem Venenleiden funktioniert dieser Klappenmechanismus nicht mehr ausreichend, so dass es im Bein zum Anstieg des venösen Blutdrucks kommt. Dadurch werden weitere Venen überlastet, die Venen denen sich und werden dann zu sichtbaren Krampfadern. Weiterhin werden durch den erhöhten Druck auch Blutbestandteile, z.B. rote Blutkörperchen und Wasser in das Gewebe gedrückt, so dass es bei fortgeschrittenem Venenleiden zu Schwellneigung, Verfärbungen der Haut, Verhärtungen im Gewebe bis hin zum „offenen Bein“ kommen kann. 

Symptome

Bei jedem Patienten/in mit folgenden Symptomen sollte eine ausführliche Untersuchung bei einem Venenspezialisten durchgeführt werden:

  • Schwellneigung, Wasser in den Beinen (Ödem)
  • Schweregefühl, Spannung in den Unterschenkeln
  • Hautverfärbungen (Hyperpigmentierung)
  • Krämpfe
  • sichtbare Krampfadern an den Beinen
  • schlecht heilenden Wunden (Ulcus cruris)

 

Krampfaderbehandlung

Wichtig vor jedem Eingriff am Venensystem ist eine korrekte Diagnostik des betroffenen Venenteils. Hierzu kommt meist der farbkodierte Duplexultraschall zum Einsatz. Die Untersuchung nimmt einige Zeit in Anspruch, ist aber völlig schmerzfrei.

Gerne erklären wir Ihnen bei dem Untersuchungsgang die gefundenen Befunde und später falls notwendig natürlich auch die geeigneten konservativen oder operativen  Behandlungsmaßnahmen. Wir haben langjährige Erfahrung mit den klassischen operativen, minimalinvasiven endovenösen und medikamentösen Behandlungsverfahren.
Bitte scheuen Sie sich nicht Ihre Fragen zu stellen.

 

Hier dürfen wir Sie auf die fundierten Ausführungen unserer geschätzten und langjährigen Mitarbeiterin Fr. Dr. Schaaf verweisen. Folgen Sie den unten genannten Links:
www.thrombose-hilfe.de
www.venen-hilfe.de
www.besenreiser-hilfe.de

 

Crossektomie und Stripping

Hierbei handelt es sich um die klassische Krampfaderoperation, die (fast) immer ambulant durchgeführt wird. Hier erfolgt ein kleiner Hautschnitt über der Einmündung der erkrankten Vene in das tiefe Venensystem. Die erkrankte Vene wir isoliert, ein Draht in der Vene nach unten geschoben und am Ende des erkrankten Teils ausgeleitet. Die Vene kann nun vollständig aus dem Körper „herausgezogen“ werden. Verbleibend ist nur der Kanal, das ehemalige Venenlager.

 

Radiowellenobliteration – VNUS Closure

Dieses relativ neue, aber bereits sehr etablierte Verfahren bietet im Vergleich zur klassischen Operation den Vorteil, dass kein Hautschnitt notwendig wird. Auch dieser Eingriff wird ambulant durchgeführt. Die Kosten für diese moderne Behandlungsmethode werden mittlerweile von vielen gesetzlichen Krankenkassen übernnommen. Wir beraten Sie gerne. 
Hier wird die erkrankte Vene am unteren Ende punktiert und ein Radiowellenkatheter eingeführt. Dieser wird unter Ultraschallkontrolle am anderen Ende des erkankten Venenteils platziert und die Vene durch Erhitzung verschlossen. Die Behandlung ist durch das minimale Gewebetrauma sehr schmerz- und risikoarm. 

Sklerotherapie

Bei der Sklerotherapie wird Aethoxysklerol in flüssiger oder aufgeschäumter Form über eine Nadel in den betroffenen Venenabschnitt eingebracht. Das Mittel schädigt gezielt die innere Venenwand, so dass sich die Vene in der Folge verschließt und schließlich abgebaut wird. Auch bei diesem Verfahren besteht ein nur minimales Gewebetrauma und ist zumeist völlig schmerzfrei. 

Seitenastexhairese

Hier handelt es sich meist um keinen eigenständigen Eingriff. Es werden die sichtbaren erkrankten Venen über kleine Nadelstiche aufgesucht und mit einem speziellen Instrument entfernt. Zurück bleibt nur ein stecknadelkopfgroßer Stich.

Bitte informieren Sie sich auch auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie deren Mitglied wir auch sind.