Analfissur | Chirurgische Praxisklinik Landshut |

Analfissur

Die Analfissur ist ein Einriß der Analhaut (Anoderm) meist bei hartem Stuhlgang (Koprostase) und starkem Pressen. Es kommt zu einem Sparmus des Schließmuskels und bedingt durch die entstehenden Schmerzen, Angst vor dem nächsten Stuhlgang, so dass der Einriß im Verlauf zu zunehmender Verstopfung führen kann. Dies verschlechtert wiederum die Heilungschancen der Fissur.

SYMPTOME:

Während des Stuhlgangs kommt es zu heftigen Schmerzen, die häufig dazu führen, dass der Patient, die Patientin versucht Stuhlgang zu vermeiden. Auch Blutungen mit Auflagerung auf dem Stuhl oder Toilettenpapier können dabei auftreten.

DIAGNOSTIK:

Auch hier sind die Krankengeschichte und die Beschwerden wegweisend, die Diagnose wird durch eine einfache klinische Untersuchung bestätigt. Oftmals zeigt sich eine sogenannte Vorpostenfalte. Die rektale manuelle Untersuchung und apparative Diagnostik ist meist nicht nötig und aufgrund der Schmerzen, die dabei auftreten, gar nicht möglich.

THERAPIE:

Die Behandlung der Analfissur hängt maßgeblich von der Stärke der Beschwerden ab. Dabei ist das Ziel die Ursache des Einrisses, d.h. harten Stuhlgang und die Verkrampfung des Schließmuskels zu beseitigen. Die Maßnahmen reichen von schmerzstillenden und entkrampfenden Salben mit und ohne Analdehner (Gerät zur Dehnung des Schließmuskels) bis hin zur operativen Dehnung des Schließmuskels in Narkose mit Ausschneiden des verhärteten Gewebes um den Einriss. Das früher verbreitete Einschneiden des Schließmuskels (laterale Sphinkterotomie) wird heutzutage aufgrund der Gefahr der dauerhaften Schädigung des Schließmuskels (Inkontinenz) nicht mehr angewandt.