Analabszess | Chirurgische Praxisklinik Landshut |

Analabszess/Perianalabszess

Hierbei handelt es sich um eine Eiteransammlung im Bereich des Afters. Es handelt sich um ein akutes Krankheitsbild, dass umgehend behandelt werden muss. Als Ursache kommen Entzündungen der Schweißdrüsen am After (Proktodealdrüsen), Einrisse der Analhaut aber auch Analfisteln bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) in Betracht.

SYMPTOME:

Hauptsymptom ist der anhaltende anale Schmerz, teilweise kann auch eine entzündliche Verhärtung getastet und eine Umgebungsrötung gesehen werden. Bei schweren Entzündungen können auch Fieber, Krankheitsgefühl und selten Kreislaufreaktionen auftreten.

DIAGNOSTIK:

Auch hier sind die Krankengeschichte und die Beschwerden wegweisend. Die Diagnose wird durch eine einfache klinische Untersuchung bestätigt. Die manuelle rektale Untersuchung ist hier zunächst ausreichend, aufgrund der Schmerzen ist eine eingehendere Diagnostik in der Akutphase meist ohne Narkose nicht möglich. In komplizierten Fällen kann auch die Durchführung einer Kernspintomografie oder Endosonografie (innerer Ultraschall) notwendig werden.

THERAPIE:

Die akute Therapie besteht in der raschen Entlastung des Abszesses durch Einschneiden (Inzision), teilweise muss hierfür eine Narkose durchgeführt werden. Die Wunde darf aufgrund der bakteriellen Infektion nicht vernäht werden, daher erfolgt die sogenannte offene Wundbehandlung. Die Wunde heilt hier sekundär unter intensiver Analhygiene mit mehrmaligem Austuschen oder Sitzbädern. Nach Abklingen der akuten Entzündungssituation müssen chronische Erkrankungen insbesondere Analfisteln durch eine Rektoskopie/Koloskopie (Darmspiegelung) ausgeschlossen werden.